Stefan Kibellus
Alter: 38
E-Mail: stefan.kibellus@hotmail.de
1980 geboren in Koblenz
1997 Beruf Maler-und Lackierer
2012 Beruf Arbeitspädagoge/Arbeitstherapeut ( didaktische Vermittlung von arbeitspädagogischen Maßnahmen und Kreativangeboten bei psychisch behinderten Menschen )
Mitglied im Kunstverein Regenbogen 94 Andernach
Künstlerstatement:
Die Malerei ist meine Art der Kommunikation und bedeutet für mich Forschungsarbeit. Ich war als Kind schon Tagträumer und hab viel zu erzählen. Die Malerei ist ein perfektes Medium, diesen Drang zu komprimieren. Es gibt zwar auch Tage wo ich nicht male oder zeichne, aber diese sind selten. Meine Bildideen entstehen oft während des Schaffens. Ich verwende aber auch Bildgegenstände die mich faszinieren und Formen die mir im Alltag begegnen. Diese reichen von figürlichen Inhalten bis hin zu Landschaften und abstrakten Formen. Ich neige sehr oft zu einer expressiven Farbpalette. Bei meiner Malerei geht es auch nicht um Mimesis, sondern um Ausdruck. Hin und wieder neigt meine Bildkunst dazu etwas Gesellschaftskritisch zu sein. Dann verstecke ich Hinweise und Symbole in meinen Bildern. Die Streetart-Kultur finde ich auch sehr inspirierend und sie beeinflusst auch mein schaffen. Ich schaue gerne unter Brücken und Bahnüberführungen nach Farben und Formen. Selbst das banalste Geschmiere empfinde ich noch als Genuss. Für mich ist es ein Protest gegen den kalten Beton. Ein Aufschrei unserer Generation gegen den Raub an der Natur und den geraden Formen. Ich arbeite meißtens mit Acrylfarben, weil ich so schnell und spontan die Farbe auf die Leinwand aufbringen kann. Ich habe oft spontan Ideen und halte diese auch auf Fotos fest. Im Laufe meines Lebens, studierte ich die Arbeitsweisen alter Meister der Kunstgeschichte sowie alle Formen der Kunst. Dabei fühle ich mich sehr der Farb-und Formenlehre von Johannes Itten verbunden. Aber auch Gemälde von Edvard Munch oder Ernst-Ludwig Kirchner nehme ich mir als Vorbild, bezüglich der Farben. Ich versuche, in meinen Bildern dem Betrachter einen Raum für Eigeninterpretationen zu lassen und gebe nicht zu viele Vorgaben. Ich lasse mich nicht formen durch irgendeine Schule. Ich hab zwar in verschiedenen Kunstkursen eine Richtung gewiesen bekommen, aber ich bin stets meiner eigenen Intuition und Auffassung von Malerei treu geblieben. Mir ist es wichtig neutral und experimentierfreudig wie ein Kind zu bleiben. Ohne Ideologien, ohne Dogmen. Das ist Freiheit.
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