Dienstag, 7. Februar 2017

Endstation

Ein antikes und tödliches Folterinstrument wird verehrt als Zeichen der Erlösung. Ich fand es als Kind immer schrecklich einen toten Mann am Kreuz hängen zu sehen, wo Füße und Hände von riesigen Eisennägeln durchbohrt wurden. Ich habe deshalb bewusst auf diese Darstellung verzichtet und nur das Gesicht und den Oberkörper, sowie ein Teil des Kreuzes hervorgehoben. Die gekreuzigten erlebten an diesem Tag mit Sicherheit keine Erlösung, weshalb ich das Bild ironischerweise Endstation nenne. Am Ende eines langen Weges, erschöpft vom tragen der schweren Last wird man an ein Stück Holz genagelt, um qualvoll zu sterben. Kein schönes Zeichen für Erlösung!

Stefan Kibellus

Acryl und Permanentmarker auf Leinwand

75 cm x 58 cm

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